#16 Entlang des schwarzen Drin und etwas Kletterei am Bovilla Stausee

Von unserer Tour von Shkoder nach Kukes und zur├╝ck nach Tirana gibt es eine Bilderserie mit Beschreibung. Wir sind viel gefahren in den Tagen und nur mit Text wirds wohl sonst etwas langweilig ­čÖé

Genaue Streckenangabe:

  • ├╝ber die SH5 nach Kukes,
  • zur├╝ck am schwarzen Drin bis nach Peshkopi auf Piste,
  • aufgrund schlechten Wetter auf SH6 nach Burrel,
  • von dort Piste bis zum Bovilla Stausee

 

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Bevor wir Richtung Kukes starten, gehen wir nochmal einkaufen in Shkoder. Wir kaufen einen gro├čen Sack Kartoffeln und unterhalten uns kurz mit dem Kartoffelh├Ąndler. Er h├Ąlt viel von uns Deutschen und auch den Franzosen. Er kann kein Englisch und kein Deutsch, aber seiner Gestik entnehme ich das von den Italienern/Tschechen und den Albanern in den Bergen nicht sehr viel zu halten ist.

 

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Danach noch etwas Gem├╝se einkaufen, ich frage vorsichtshalber nach dem Preis der Wassermelonen. Obst kostet hier in der Regel immer etwas mehr. Den Preis von 13 Cent/kg kann ich erst glauben, als ich f├╝r Tomaten/Paprika/Zwiebel und f├╝r die besagte Melone insgesamt 130 Lek zahle, etwas unter 1 Euro.

 

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Auf Albaniens Stra├čen findet man alles was sich fortbewegen kann, von der Kuh ├╝ber die Kutsche bis zum Mercedes.

 

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Die Staatsstra├če Richtung Kukes windet sich durch die Berge und der Weg zieht sich sehr in die L├Ąnge. Unterwegs sammeln wir viele Brombeeren und Kastanien.

 

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Auch hier m├╝ssen wir immer wieder gut auf Esel/K├╝he/Schafe aufpassen, die die Stra├če unsicher machen.

 

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Kukes erscheint uns wenig interessant und wir fahren gleich weiter um die Piste zu finden die entlang des Flusses schwarzer Drin f├╝hrt.┬áAm Nachmittag finden wir noch einen sch├Ânen Stellplatz direkt am Drin und verbringen dort den restlichen verregneten Tag.

 

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Nach dem Aufstehen, das Wetter ist leider nicht besser, verbringen wir noch eine Zeit lang im Bus ehe wir wieder aufbrechen. Kurze Zeit sp├Ąter kommen wir in Peshkopi an, eigentlich wollten wir von hier wieder eine Piste nach Burrel nehmen. Da das Wetter aber immer noch nicht besser ist entschlie├čen wir uns die SH6 nach Burrel zu nehmen.

 

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Auf der Stra├če brauchen wir viel l├Ąnger wie vermutet, ehe wir Burrel erreichen. Wir gehen hier noch einkaufen und fahren auf die Piste nach Kruja. Es ist schon sp├Ąter Nachmittag und es zieht ein Unwetter auf. Nachdem wir uns ein paar hundert Meter in die H├Âhe geschraubt haben, offenbart sich uns ein toller Blick ├╝ber Burrel. Die Stimmung ist sehr unheimlich, der Himmel sieht bedrohlich aus, bei einer Fabrik vor Burrel brennt ein gro├čes Feuer und man h├Ârt ein lautes Stampfen und Grollen aus der Fabrik (ich vermute Stahlschmelze).

Wir f├╝llen unser Wasser an einer Quelle auf, da f├Ąngt es leider schon wieder an zu regnen. Wir haben es bereits schon mehrmals hier erlebt, dass das Wetter extrem schnell umschlagen kann. Etwas gefrustet ├╝ber das schlechte Wetter die letzten Tage fahren wir weiter. Es kommt eine Abzweigung, ich entscheide mich f├╝r rechts. Gro├čer Fehler! Die Piste wird immer schlechter, umdrehen ist nicht m├Âglich. R├╝ckw├Ąrts zur├╝ckfahren w├Ąre auch mit einem nicht unerheblichen Risiko verbunden. Ich steige also aus und laufe die n├Ąchsten 300 Meter zu Fu├č, zum Gl├╝ck finde ich eine Stelle zum wenden und wir fahren noch vorsichtig bis zur besagten Wendestelle.

Puh, das war echt ne knappe Sache. Das erst mal das wir uns so richtig verhauen haben. Aber es ist ja alles gut gegangen.

 

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Wir fahren die Strecke nicht weiter bis nach Kruja. Es gibt hier einen Abzweig der an den Bovilla-Stausee f├╝hrt. Hier gibt es das erste Sportklettergebiet Albaniens, dem wir einen Besuch abstatten wollen. Die Stecke hierher soll bei Regen sehr schlecht zu fahren sein, da sehr schlammig und rutschig. Ich bereite mich in Gedanken schon vor unsere Sandbleche das erste mal zu benutzen und bin dann schon fast entt├Ąuscht, wie gut und ohne Probleme die Strecke an den Stausee zu fahren ist.

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Das Wetter schl├Ągt wieder einmal um und die Sonne brennt runter, als wir am See ankommen. Nach dem Mittagessen machen wir uns recht sp├Ąt auf um die Routen zu suchen. Ich bin nicht sehr in Kletterlaune, aber Marlene ist nicht zu bremsen. Wir klettern ein paar Routen bis uns der Hunger zur├╝ck treibt. Hier kann man wirklich sch├Ân klettern in toller Umgebung. Nur zu empfehlen, von Tirana aus auch ohne Gel├Ąndewagen in 30-45 Minuten zu erreichen.

 

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Am Ende der Route angekommen, hat man eine super Aussicht ├╝ber den Stausee.

 

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Wir fahren noch ein paar Meter Richtung Tirana und parken ganz in der N├Ąhe des Stausees auf einem kleinen Parkplatz am Fluss, der sich tief in den Fels gegraben hat.┬á Es kommt ein Herr vom nicht weit entfernten Haus vorbei und schenkt uns vier Granat├Ąpfel. Kommunizieren f├Ąllt uns schwer, aber f├╝r ihn ist es ok wenn wir hier schlafen und wenn es Probleme gibt sollen wir zu seinem Haus kommen.

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3 Antworten

  1. Lucas sagt:

    sch├Ân die berichte zu lesen an seinem feierabend!
    albanien war mein pers├Ânliches highlight der 6 monate tour. osum schlucht, drins tal, theth….es sind orte an die ich mich nach nun fast 3 jahren immer noch oft erinner. sammelt weiterhin tolle eindr├╝cke und reist genauso weiter!!!
    solche berichte lesen gibt ein immer wieder motivation f├╝rs n├Ąchste jahr bzw. urlaub hehe!

    gr├╝├če
    lucas
    der ex-tutzinger

  2. Elsa sagt:

    Hallo ihr Beiden,
    ich habe erst vor zwei Tagen erfahren, dass ihr auch einen Blog habt zu eurer Reise und habe jetzt flei├čig nachgelesen. Ihr habt supertolle Berichte geschrieben! Und lasst euch nicht vom schlechten Wetter in den letzten Tagen die Laune verderben. Schlechtes Wetter bedeutet Wurm-Mal-Stunde! Genie├čt eure Reise weiterhin und ich w├╝nsche euch viel wundersch├Âne Momente und Naturerlebnisse.
    Elsa

    • Marlene sagt:

      Hallo liebe Elsa, hab eigentlich allen aus der Wg ne sms mit der Website geschickt, im Nachhinein aber festgestellt, dass wohl nur die H├Ąlfte der Sms angekommen sind.
      Freut uns, dass dir die Berichte gefallen!:) Wir arbeiten noch am albanischen Wurm..;)

      liebe Gr├╝├če
      David und Marlene

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